Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe
Projektgebiet: Auengebiet zwischen Mulde- und Saalemündung einschließlich des Steckby-Lödderitzer Forstes
Laufzeit: 2001 – 2018
Das Naturschutzgroßprojekt war ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land Sachsen-Anhalt und WWF Deutschland. Der WWF Deutschland war Projektträger von 2001 bis 2018. Die Entwicklung, Sicherung und Renaturierung eines durchgehenden Verbundes echter, überflutbarer Auenwälder im Bereich Steckby-Lödderitzer Forst wurde durch Deichrückverlegung mit einem Gesamtbudget von 33,3 Mio. EUR angestrebt.
Die Besonderheiten an diesem Gebiet, wie den letzten noch zusammenhängenden großen Auenwald an der Elbe, Stromtalwiesen mit einer hohen Artenvielfalt und eine Flusslandschaft mit teilweise noch natürlichen Talränder ohne Hochwasserdeiche vorzufinden gaben den Ausschlag für die Initiierung dieses Naturschutzgroßprojektes. Ziel dieses Projektes war die Sicherung und Renaturierung von Auenwäldern an der Mulde bis zur Saalemündung mit den hier vorkommenden auentypischen Tier- und Pflanzenarten. Dies sollte durch die Entwicklung eines Biotopkomplexes, durch Deichrückverlegung sowie durch Umbau und Neubegründung von Auenwäldern umgesetzt werden. Bei dem Vorhaben wurde die Bevölkerung durch Moderationsverfahren bei der Deichrückverlegung aktiv mit einbezogen. Die Deichrückverlegung ist Bestandteil der Hochwasserschutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt und wurde vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft unterstützt. Weitere Maßnahmen waren der Flächenerwerb zur Vermeidung von Nutzungskonflikten in Auenwäldern und auf Auengrünland sowie die Reaktivierung von Hochflutrinnen.
