Biosphärenreservat Mittelelbe

1979 wies die UNESCO das Naturschutzgebiet Steckby-Lödderitzer Forst als eines der ersten Biosphärenreservate Deutschlands, neben dem Vessertal (heute Biosphärenreservat Thüringer Wald) aus. Im Jahr 1988 wurde der Steckby-Lödderitzer Forst um die Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft erweitert. Durch die Einbeziehung weiterer Bereiche wurde 1990 das Biosphärenreservat Mittlere Elbe geschaffen. Das Gebiet des Reservates war rund 43.000 Hektar groß. Durch die Erklärung zum Biosphärenreservat Mittelelbe am 20. März 2006 sowie mit der Bekanntmachung 2008 und eines umfassenden Anhörungsverfahrens in der Region, wurde die Fläche auf jetzt 125.510 Hektar fast verdreifacht.

Mit der UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe im Jahr 1997 ist ein erweitertes, länderübergreifendes Biosphärenreservat entstanden. Die Erweiterung schließt Flächen der Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ein. Das Biosphärenreservat Mittelelbe stellt den sachsen-anhaltischen Bereich dieses größten terrestrischen Biosphärenreservates in Deutschland dar.

Der zentrale Verwaltungssitz des Biosphärenreservats Mittelelbe ist die Kapenmühle zwischen Dessau und Oranienbaum. Neben einer Verwaltungsstelle im historischen Reservatskerngebiet, in Steckby, gibt es mehrere eine Außenstellen im Norden von Sachsen-Anhalt, in Arneburg, Ferchels und Havelberg. Damit wurden Strukturen geschaffen, die ein effizientes und – trotz der langgestreckten Reservatsfläche – ortsnahes Gebietsmanagement ermöglichen.

Erfahre mehr über das Biosphärenreservat Mittelelbe und seine Entwicklunsgeschichte im Blog der WelterbeRegion Anhalt Dessau Wittenberg 
"Wo die Zeit still wird. Vom Steckby-Lödderitzer Forst zum Biosphärenreservat Mittelelbe" 

Allgemeinverfügung des Biosphärenreservates Mittelelbe

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