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Presse
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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besucht Naturschutzgroßprojekt „Mittlere Elbe“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besucht Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe

Begegnungen und Exkursionen in Groß Rosenburg, Breitenhagen und an neuer Deichtrasse in Aken-Obselau - Ministerin zeigt sich beeindruckt von konstruktiver Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft und Naturschutz in Sachsen-Anhalt – 35 Jahre Biosphärenreservat Mittelelbe gewürdigt

Der Zeitplan der Pressereise war knapp kalkuliert, der Ministerbus gut gefüllt  und die Projektverantwortlichen vom WWF-Deutschland (Träger des Naturschutzgroßprojekts) von der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) waren mit Fernglas, Biberpräparat und Mengen an Informationsmaterial sehr gut vorbereitet. Am 13. August 2014, nachmittags, stieg die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am Obselauer Weg aus dem Reisebus, begleitet von rund 35 Journalisten aus ganz Deutschland und Ministeriumsmitarbeitern. Begrüßt wurde sie von der Projektleiterin, Dr. Astrid Eichhorn, der sachsen-anhaltischen Umweltstaatssekretärin Anne-Marie Keding, dem Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe, Guido Puhlmann sowie dem stellvertretenden Leiter des LHW, Dr. Hans-Werner Uhlmann. In einem kurzen Statement erläuterte die Ministerin sogleich das Ziel ihrer Reise - vor Ort ein wegweisendes Projekt zur Wiederherstellung und Bewahrung wertvoller Auenlebensräume inmitten des ältesten Biosphärenreservats Mittelelbe Deutschlands zu sehen. Beeindruckt zeigte sie sich von der Größendimension des Projektes und der artenreichen Natur in einer der wertvollsten Flusslandschaften Deutschlands. „Flüsse brauchen Raum zur Ausbreitung, dort wo es möglich sei, dies unterstützt den Schutz vor Hochwasserkatastrophen und ist zudem äußerst wirksamer Arten- und Biotopschutz.“ sagte Frau Hendricks.

Ein Ergebnis von sinnvoller Verbindung aus Natur- und Kulturlandschaft konnte der Ministertross sogleich vor Ort probieren: Der Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat Mittelelbe e.V. bot leckere Elbeburger in verschiedenen Varianten an, dazu Saft von Streuobstwiesen des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs.

In das Projekt „Mittlere Elbe“ von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung fließt jährlich ein beträchtlicher Teil der Naturschutz - Fördermittel des Bundes. Finanziell beteiligt sind zudem das Land Sachsen-Anhalt und der WWF. Respekt zollte die Umweltministerin der sehr konstruktiven und stets am besten Ergebnis für die Region orientierten Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten, was in einer solchen Projektdimension immer wieder Ergebnis von sorgsam wahrgenommener fachlicher und menschlicher Verantwortung sei.  

Der Jahrestag des Mauerbaus, 13.8., stand hier auch stellvertretend für die Tatsache des Mauerfalls, die dem Natur- und Umweltschutz insgesamt gänzlich neue Perspektiven eröffnete.

Ministerin Hendricks besuchte mit dem Projektgebiet gleichzeitig auch einen Jubilar: Das Biosphärenreservat Mittelelbe, noch zu DDR-Zeiten (November 1979) von der UNESCO anerkannt, widmet sich nunmehr seit 35 Jahren dem Schutz der Auen und Kulturlandschaften entlang der Elbe mit ihren vielfältigen und unersetzlichen Lebensräumen. Mit Interesse und Schmunzeln über die damals obligatorischen kyrillischen Schriftzeichen, betrachtete sie eine Hinweistafel von damals auf das Biosphärenreservat Steckby-Lödderitzer-Forst wie es seinerzeit noch hieß (Foto). Dieses historische Gebiet zu besuchen ist auch Anerkennung für das Wirken aller Akteure, die gegenwärtig oder schon seit vielen Jahren mit dem Biosphärenreservat Mittelelbe verbunden sind.

Die Ministerin reiste anschließend weiter nach Wörlitz, wo eine geführte Radtour durch Teile des Gartenreichs Dessau-Wörlitz vorbereitet war. Für Donnerstag war eine Besichtigung des Welterbes Bauhaus und Meisterhäuser in Dessau geplant. Ein Hörfunkjournalist fragte, warum eine Umweltministerin wohl das Bauhaus in ihre Pressereise aufnimmt, die Antwort der Ministerin fiel so kurz wie klar aus, als Städtebauministerin sei sie auch für gesellschaftliche Themen rund um Bauen und Leben, Architektur und Raumordnung zuständig. In diesem Zusammenhang führe der Weg sie auch ins bekannte Dessauer Bauhaus.

Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe 
Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation
Susanne Reinhardt
Tel.: 034904-421 127
Mail: susanne.reinhardt@mittelelbe.mule.sachsen-anhalt.de

 
Signet UNESCO MaB