GENIUS LOCI

Mit dem Kolloquium GENIUS LOCI richteten die vier UNESCO-Stätten im September 2003 eine weitere gemeinsame Veranstaltung aus.
Unter dem Motto „Mensch-Ort-Sinn" wurde eingeladen zu Vorträgen, Führungen, Diskussionen und Performance im Schloss Oranienbaum. Der Mensch sammelt seine Sinnerfahrungen an Orten. So erschafft er sich ein „imago mundi", einen Mikrokosmos, der die Weltvorstellung konkretisiert. In einer physisch und informationell hoch mobilen Welt, in der die Unabhängigkeit von Orten zunehmend gefordert wird, werden gleichzeitig die Rufe nach Bewahrung überschaubarer Lebenskreise und Lebensräume lauter. Das weltweit Gleiche ruft das Bedürfnis nach dem Partikularen, dem Besonderen und einzigartigen hervor. Gleichsam als Gegenbewegung zur Dynamik der Globalisierung wird die Bedeutung des Ortes wieder stärker zur Geltung gebracht. Das Kolloquium befasste sich zum einen mit der Bedeutung des genius loci und zum anderen mit den Qualitäten, die wir vom Ortsbezug erwarten dürfen.

 

 
Signet UNESCO MaB