Referenzstelle Wolfsschutz im Land Sachsen - Anhalt
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Mehr als 100 Jahre lang galten Wölfe in Deutschland als ausgerottet. Obgleich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder einzelne Tiere vor allem aus ihren polnischen Verbreitungsgebieten nach Deutschland einwanderten, gelang ihnen auf Grund der jagdlichen Verfolgung keine Wiederansiedlung. Erst seit der deutschen Wiedervereinigung genießen Wölfe auch in den östlichen Bundesländern den Schutz durch das Bundesnaturschutzgesetz. Vor über 10 Jahren wurden erstmals dauerhafte Ansiedlungen in der sächsischen Lausitz nachgewiesen. Inzwischen haben in Deutschland mindestens 40 bis 60 Wölfe in mehren Bundesländern ihre ehemaligen Lebensräume zurückerobert. Seit dem Jahre 2008 sind sie auch in Sachsen-Anhalt wieder heimisch. So reproduziert seit 2009 alljährlich ein Familienrudel auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow. Jeweils ein einzelner Wolf konnte darüber hinaus auf den Truppenübungsplätzen Annaburger Heide (seit 2010) und Colbitz- Letzlinger Heide (seit 2011) nachgewiesen werden.
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Seit dem Jahre 2008 nimmt die Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe die Aufgabe als Referenzstelle für Wolfsschutz im Land Sachsen-Anhalt wahr. Diese beinhalten folgende Tätigkeitsschwerpunkte:
- Erfassung und Überprüfung von gemeldeten Wolfsbeobachtungen
- Information von Nutztierhaltern über Maßnahmen zur Schadensvorbeugung sowie über notwendige Voraussetzung für einen Schadensausgleich
- Begleitung von Maßnahmen zur Schadensprävention
- Rissbegutachtung bei Verdacht auf Übergriff eines Wolfes auf Nutztiere; Schadensbegutachtung und -kompensation in Zusammenarbeit mit den unteren Naturschutzbehörden, dem Landesverwaltungsamt und den Veterinärämtern
- Öffentlichkeitsarbeit
- Zusammenarbeit und Abstimmung mit ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie Verbänden und Vereinen
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Kontakt:
Herr Berbig
Tel.: 039321-518 32
mobil:.0173-8221752
E-mail: andreas.berbig@lvwa.sachsen-anhalt.de
