UN-Dekade-Projekt "Von kleinen Bäumen zum dichten Auenwald"

Im Nordteil des Biosphärenreservates gibt es ein Umweltbildungsprojekt mit Namen „Von kleinen Bäumen zum dichten Auenwald“. Es ist offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt und ist zudem auf der entsprechenden Internetseite der UN-Dekade per vielfachem Mausklick von den Seiten-„Besuchern“ zum Projekt des Monats September ´14 gewählt worden.

Beteiligte: Diesterweg Gymnasium Tangermünde-Havelberg, Stadt Tangermünde, Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat Mittelelbe e.V., Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und ZÖNU Tangermünde-Buch

Inhalt: Am Diesterweg Gymnasium Tangermünde-Havelberg existiert seit 2011 eine Junior-Ranger AG "Natur erleben" die aus einer Schularbeitsgemeinschaft entstanden ist, welche 2008 in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Mittelelbe gegründet wurde. Die Kinder dieser Gruppe kümmern sich zusammen mit den Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe um einen Weichholzauenwald, der 2011 auf einer Fläche von 1,00 ha durch Schüler der 9. Klassen angelegt wurde.

Bei den verschiedenen Aktionen erfahren die Junior-Ranger viel über die Bedeutung der Auenwälder und speziell die Weichholzaue. Auf der Aufforstungsfläche erleben die Schüler, wie sich biologische Vielfalt positiv auf die Entwicklung des Bestandes auswirkt. Da verschiedene Weidenarten, Schwarzpappeln und Flatterulmen gepflanzt wurden, konnten auch schwierige Standorte bestockt werden. Der Anteil lebensraumtypischer Gehölze ist erhöht worden. So können die Schülerinnen und Schüler hautnah die Entwicklung eines Weichholzauenwaldes mit erleben und die biologische Vielfalt mit-gestalten. Mit der Anpflanzung eines Bereiches mit Korbweiden erlernen die Schüler einiges zur nachhaltigen Nutzung von Naturmaterialien. Umweltfreundliches Konsumverhalten durch Einsatz nachwachsender Rohstoffe wird ihnen nahegelegt. An Beispielen vorgeführt, erleben sie, wie mit ein wenig Aufwand kostengünstig ein Zaun gebaut werden kann oder ein Sichtschutz. Hierbei können die Schüler auch erkennen, dass biologische Vielfalt durchaus auch ökonomisches Potenzial hat. Die Junior Ranger und Schüler der 9. Klassen eines jeden Jahrganges pflegen diese Fläche. Die Jugendlichen lernen so recht praktisch, was es heißt, neuen Lebensraum kontinuierlich zu pflegen, zu gestalten und zu erhalten. Angedacht als "Generationsprojekt" sollen die Schüler für die Natur sensibilisiert werden, sie achten und stolz sein auf das, was erarbeitet und erreicht wurde. Ziel ist es auch, dass viele Schüler später auch mit ihrer Familie nach Tangermünde kommen, die Aufforstung besichtigen und ihren Kindern mit Stolz zeigen und berichten können, wie sich Mühen für die Natur lohnt.

 
Signet UNESCO MaB