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22.11.2011
Zerbster Schule am Heidetor unterstützt erneut das Biosphärenreservat Mittelelbe

Eichenquartiere repariert und gepflegt

In der Woche des bürgerlichen Engagements im September haben sie es nicht geschafft. Aber wann genau man sich freiwillig engagiert, etwas Gutes tut, ist ja eigentlich nicht so wichtig.

Mit dieser Überzeugung halfen die Schüler Michael Schulz, Tobias Noak, Daniel Klabe, Chris Le` und Anja Jahn sowie die Lehrerinnen Frau Graf und Frau Naumann der „Schule am Heidetor“ aus Zerbst erneut mit tatkräftiger Arbeit auf Flächen des Biosphärenreservats Mittelelbe. Schon einmal hatten sie auf eine Bitte um Unterstützung des Biosphärenreservats Mittelelbe reagiert und im Frühjahr ein Labyrinth für Besucher erfolgreich wieder aufgebaut. Diesmal ging es um die Eichenquartiere in den Elbe- und Muldeauen.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erkannte Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau den ästhetischen Wert der solitär stehenden Eichen. Mit Alteichen bestandene Wiesen wurden in die Landschaftsgestaltung einbezogen und gezielt zusätzliche Pflanzungen vorgenommen, sogenannte Eichenquartiere. Seitdem kennzeichnen Eichenwiesen im Gartenreich den Übergangsbereich der offenen Auenflächen zum Wald, sind ein Markenzeichen der Kulturlandschaft geworden. Seit 1985 werden wieder Eichen auf die Auenwiesen gepflanzt. Heute gibt es ca. 20.000 Wieseneichen, die eine wichtige Biotopfunktion erfüllen. Für seltene Käferarten wie Hirschkäfer und  Heldbock, beide vom Aussterben bedroht, ist sie der Lebensraum.

Jedoch, die Pflanzungen bedürfen auch einer regelmäßigen Pflege und das macht viel Arbeit. Da kam die tatkräftige Truppe um Lehrerin Naumann gerade recht.

Vom Hochwasser angeschwemmte Hölzer und Gras hatten viele Drahtzäune, die die Pflanzungen schützen sollen, stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Schwemmgut wurde entfernt, Pfosten neu gesetzt, herunter gerissener Draht wieder angenagelt. Das Herbstwetter spielte mit und so konnten schnell ganze 6 Eichenquartiere repariert werden.

Das hat allen Spaß gemacht und so konnte im Anschluss, mit dem Bewusstsein etwas Wichtiges  geschafft zu haben, zufrieden eine Grillwurst verspeist werden.

Von den Mitarbeitern des Förder- und Landschaftspflegevereins Biosphärenreservat Mittelelbe e.V. erfuhren die Schüler, dass es noch viele Eichenquartiere gibt, die gepflegt werden müssen und so stand spontan fest, wir kommen wieder.

 

 

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