Bildungsangebot für Blinde und Sehschwache
im Biosphärenreservat Mittelelbe

Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen ist der Zugang zum Naturerlebnis oft versperrt. Weil die Nachfrage zu barrierefreien Bildungsangeboten zunehmend ist, wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat "Mittelelbe" e.V. (FÖLV) und der Biosphärenreservatsverwaltung ein neues Angebot für Besucher mit Sehbehinderungen entwickelt. Seit Juli 2005 gibt es am Informationszentrum einen kleinen Naturlehrpfad für blinde oder sehschwache Besucher, der zur Zeit dank finanzieller Unterstützung der Heidehof-Stiftung GmbH Stuttgart erweitert wird.

Entlang des Waldpfades hinter dem Auenhaus stehen Holzbohlen, in die unterschiedliche Spuren von in der Region vorkommenden typischen Tieren eingefräst sind. Dazu erläutert eine Tafel jeweils in normaler und in Blindenschrift Wissenswertes über die jeweilige Tierart.

Weiterhin gibt es einen  Baumstumpf mit einer aufklappbaren Spechthöhle, in die man hineingreifen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein Baumstamm mit Spuren der Baumameisen, auch dort kann man die Laufgänge erfühlen. Ergänzt werden soll dieser kleine Lehrpfad durch weitere Tierspuren und ein Modell eines Hügels der Roten Waldameise.

Das Projekt „Entwicklung außerschulischer Bildungsangebote für Blinde und Sehschwache im Biosphärenreservat Mittelelbe des Förder- und Landschaftspflegevereins Biosphärenreservat „Mittelelbe“ wurde durch das Deutsche Nationalkomitee mit dem Titel „Offizielles Projekt der UN-Weltdekade 2006/2007 Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.