FAQ


1. Wie viele Biosphärenreservate gibt es?

Weltweit gibt es über 600 von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservate in über 100 Ländern. Deutschland hat davon 15. (Stand: 2. März 2015)

2. Was ist der Unterschied zwischen Biosphärenreservat Mittelelbe
und - Flusslandschaft Elbe?

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist bundesländerübergreifendes Reservat, fünf Elbe-Bundesländer sind daran mit verschieden großen Gebieten beteiligt (Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein). Das Schutzgebiet umfasst die Elbe, ihre Nebenflussmündungen und ihre naturnah erhaltenen Auengebiete und reicht von Pretzsch (südöstliches Sachsen-Anhalt) bis zur Elbemündung in die Nordsee nahe Geesthacht. Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist davon der sachsen-anhaltische Teilbereich. Die Kartendarstellung in der Website verdeutlicht Lage, Dimension und Größe des Gebietes.

3. Wie alt, wie groß und wie schwer wird ein Biber?

Biber können maximal 20-25 Jahre alt werden. Ein mit etwa 1.40 m Körperlänge einschließlich Kelle (der hornschuppige Schwanz des Bibers) ausgewachsenes Tier wiegt bis zu 35 Kilogramm.

4. Was frisst der Biber?

Der Biber ist reiner Vegetarier und frisst daher keinen Fisch. Pflanzliche Nahrung wie Kräuter und Wasserpflanzen sowie die Rinde von Weichhölzern, insbesondere von Weiden und Pappeln, stehen auf dem Biber-Speiseplan.

5. Wie lange kann ein Biber unter Wasser bleiben?

Wenn Gefahr droht, ist der Biber in der Lage bis zu 20 min. unter Wasser zu bleiben. Eine Nickhaut verschließt beim Tauchen die Augen, jedoch ist der Biber über seinen Tastsinn (Barthaare) in der Lage, sich zu orientieren. Biber bewegen sich äußerst geschickt im Wasser. Das außerordentlich dichte und sorgsam gefettete Fell schützt sie dabei vor Kälte und Nässe.

6. Hat das Extremhochwasser von 2002 dem Biberbestand im Biosphärenreservat Mittelelbe erheblich geschadet?

Nein, jedenfalls nicht erheblich, es gab nur vereinzelt Verluste im Bestand. Der Biber ist ein Flussauenbewohner und ist auf Hochwassersituationen eingestellt. Solange er einen trockenen Platz (Hügel, Steilufer o.ä.) zum Ausruhen findet, ist er nicht unmittelbar gefährdet. Kritisch für Jungtiere ist jedoch die Trennung von den Eltern etwa in Extremsituationen wie 2002 oder die völlige Überflutung der Biberburg. Durch den Straßenverkehr sterben übrigens leider weitaus mehr Biber als durch Extremhochwasser.

7. Gibt es feste Führungen durchs Biosphärenreservat Mittelelbe, wann und wo finden sie statt?

Über die mehr als hundert festen Führungen und Exkursionen, die die Reservatsverwaltung anbietet, informiert der jährliche Veranstaltungskalender, der sowohl in gedruckter Form vorliegt als auch innerhalb der Website des Biosphärenreservates abgerufen werden kann. Zum Angebot fester Veranstaltungen hinzu kommt ein terminlich variabler Teil (Exkursionen, Radwanderungen, Vorträge) der zumeist ganzjährig im Angebot ist und mit der Verwaltung zu vereinbaren ist. Darunter sind insbesondere Angebote an Kindertagesstätten und Schulen zur Ausgestaltung von Projekt- und Wandertagen sowie Heimatkundestunden in der Natur. Aber auch Fachvorträge und Exkursionen zu biologischen und gewässerökologischen Themen runden das Angebot ab. Anfragen dazu beantwortet der Bereich Umweltbildung unter Tel.: 034904/40 610.

 
Signet UNESCO MaB