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Bäume und Sträucher bestimmen weltweit in in allen Vegetationszonen den Lebensraum Wald. Gestaffelt in Baum- und Strauchschicht, ist der Wald Sinnbild des Beständigen. Alle Lebensphasen von Baum und Strauch werden von Partnern, wie Symbionten, Untermietern oder Parasiten genutzt, deshalb gelten naturnahe Wälder als besonders artenreiche Lebensräume. Die Hauptachse bildet beim Baum die Krone, an deren Enden sich die windbestäubten Blüten befinden. Die Krone ist Lebensraum für Fledermäuse, zahlreiche Insekten und Vogelarten. Im Biosphärenreservat Mittelelbe sind neben den allgemein und weit verbreiteten Baumarten Mitteleuropas zwei Arten von besonderem Interesse. Zum einen sind es die imposanten Solitäreichen, zum anderen die wohl individuenreichsten Bestände der sehr selten gewordenen Schwarzpappel.

Unter der Bezeichnung Solitäreichen werden Stieleichen besonderer Größe und von imposantem Wuchs verstanden. Hervorgegangen aus Hudewäldern- aufgelichteten Eichenwäldern, die der Hutung von Schweinen vorbehalten blieben- sind sie zum bestimmenden Merkmal der Landschaft des Gartenreiches Dessau Wörlitz geworden. Im 19. Jahrhundert verloren die Solitäreichen ihre sozio-ökonomische Bedeutung für die Mast der Haustiere, weil sich Einstallung mit Winterfütterung durchgesetzt hatte. Herzog Leopold IV. Friedrich, Enkel des Fürsten Franz sicherte sich mit dem „Eichenregal“ die Eichen als  Privateigentum.  Revolution und Separation entzog  dem Herzogshaus den Zugriff, in dieser Zeit um 1850 erfolgte die  Nachpflanzung von Eichen.

Die Erkenntniss, dass Schwarzpappeln zu den bedrohten Bäumen der Aue zählen, ist dagegen neu. Erst die detaillierte Bestandserfassung in den 1980er und 1990er Jahren machte ihre Gefährdung deutlich, wobei sich die größten Schwarzpappelvorkommen in Sachsen-Anhalt in der Stadt Magdeburg befinden. Entlang von Zollelbe, Stromelbe und Alter Elbe konnten sie sich aufgrund günstiger Standortfaktoren und geringer Unterhaltungsintensität entlang der hochwassersicheren Ufer behaupten . Sie sind heute als Lieferanten von autochthonem Saatgut für die Wiederansiedlung von unschätzbarem Wert.

Sträucher bilden keine Zentralachse, die von den Laubbäumen bekannte Krone entfaltet sich unmittelbar über dem Boden.  Gebüsche stellen als lineare Saumstrukturen an Waldrändern, in der Feldflur oder in Siedlungen für viele Singvögel äußerst wertvolle Lebensräume dar. Als Nahrungsreservoir sowie Bruthabitate sind sie dann besonders attraktiv, wenn sie zwischen Wald und Wiese in optimaler Dimension nicht nur den Singvögeln Nahrung und Schutz bieten, sondern auch das Bestandsklima des Waldes günstig beeinflussen.

Zu den Sträuchern werden auch die Strauchweiden gezählt, deren hohe ökologische Wirkung entlang der Flussufer bereits Erwähnung fand.

Im Biosphärenreservat sind 20 Sträucher und Zwergsträucher  sowie sieben Wildrosenarten heimisch, einige, sich außerordentlich schnell ausbreitende, gehören zu den sogenannten  Neophyten, die mit vier Arten vertreten sind.

Solitreiche in der Kapenniederung  
Schwarzpappel (Populus nigra L.)  
Pfaffenhtchen (Euonymus europaea)  
Hagebutten der Hundsrose (Rosa canina)  
 
 
 
 
 
 
 
Signet UNESCO MaB